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Freitag, Februar 08, 2019

Samstag, Februar 25, 2012

Sonnabend

Eine Umarmung am Morgen. Anscheinend unter der Dusche. Bis halb elf geschlafen, die Zeitung nach oben geholt, viel Kaffee, ein Frühstücksei, A übt Orgel für den Gottesdienst morgen, die Sonne taucht die Wohnung in grelles weiß, Einkaufszettel schreiben denn der Kühlschrank ist leer. 
Der neue Italiener an der Straßenecke ist nicht mehr so billig und heimelig, hat aber gutes Essen. Kein eiskalter Orvieto mehr auf der Karte.

Freitag, Februar 24, 2012

body and soul

hintereinanderstehende jungs

samen

schon erstaunlich, wenn man im internet das eigene bild findet. wir haben es vor ein paar jahren direkt bei hannes gesehen, erstanden und von ihm noch rahmen lassen. jetzt hängt die blüte hier neben mir und verstreut überreich ihren kräftig-gelben samen.

ein gedanke

innerlichkeiten

 Wohin

der nebel,
der rastplatz,
der schleier der braut.
die wagen treiben vorbei
im tanz zwischen hin und her
wie visionen in armaturengrün.
punkt a war nicht freundlich
punkt b ist noch weit
und zwischendrin singts im radio
mit sägender stimme
von verpasster möglichkeit.
Im rückspiegel erscheinen die dinge
größer als sie sind
und die bahn wirft weiße speere
mit vergeblicher beständigkeit
und an keinem hängt ein zettel
der den weg nach hause weißt.

Daniel Braun (*1978)

Mittwoch, Februar 08, 2012

gedicht und bild

 ernst willimowski

gegensprechanlage: wer ist dort? das
kann nicht sein. seit jahren intressiert
sich fuer mich kein schwein. kommen
sie doch hoch, ich lasz sie rein. stand
dann in unterwaesche, feinripp, lang
zur begrueszung zwischen den pfosten
der wohnungstuer. zdf-hafenkonzert
lief. seine frau: wolln sie meinen kaffee
kosten? er zog dieweil die alten alben
vor: vier tore hab ich noch fuer polen
geschossen gegen brasilien. trotzdem
war nichts zu holen. leonidas, schonmal
gehoert, den namen? seine frau: ernst
zieh dir was an. der schenkte ebenfalls
allein unserm torwart, wer war das noch
vier ein. da machste das spiel deines
lebens & einer ist nochn tick besser. &
spaeter kennt dich keiner mehr. ja,
natuerlich, ist lang her, aber nicht mal
gerd mueller hat meine quote. heute
haett ich die auch nicht mehr. im krieg
hat sich vieles verboten & vieles von
selbst ergeben. wir koennen, glauben
sie mir, froh sein, dasz wir noch leben

(Stan Lafleur)

Sonntag, Januar 29, 2012

Sonntag, Januar 16, 2011

stilleben

work VI

Steinert studierte von 1977 bis 1980 an der Freien Kunstschule in Nürtingen und von 1981 bis 1986 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. 1984 erhielt er den Akademiepreis und arbeitet seit 1986 als freischaffender Künstler. 1989 bekam er ein Stipendium der Kulturstiftung Baden-Württemberg. Von 1989 bis 1993 wirkte er als Dozent an der Kunstschule Filderstadt, von 1993 bis 1995 als Dozent an der Kolpingkunstschule Stuttgart. 1999 bekam er ein Stipendium des Landes Schleswig-Holstein und wirkte ein Jahr lang im Künstlerhaus Lauenburg an der Elbe.
Von Anbeginn seiner Arbeit als Künstler war er ein Beobachter und Kommentator der Schwulenbewegung in Deutschland. Von seinem frühen Werk bis heute hat er die männliche Erotik zu einem seiner Hauptthemen gemacht. Als bekennender Homosexueller hat er selbst seine Bilder und sein Werk von Anfang an als Teil der Emanzipationsbewegung der Schwulen verstanden.
Seit 1982 war er an zahlreiche Sammel- und Einzelausstellungen im In- und Ausland beteiligt. Zudem wurde von ihm Buchillustrationen sowie Kataloge und Bücher veröffentlicht.

les notes de ma mélodie

blumen-stilleben



Landschaft mit Wolkenbildung, 1984, Tempera auf Papier 49,8 x 64,6 cm

Hannes Steinert

Landschaft mit Erfindung, 1985, Tempera mit Kreide auf Papier, 49,8 x 64,6 cm

eins meiner Lieblingsbilder von Hannes. Leider ist es verkauft und unerreichbar.....

Montag, April 12, 2010

landschaft blau und meer

mare mosso

rauschend
bauscht sich
das meer
rollt sich
am strand
rauscht
bauscht sich
beleckt sand
bleckt
schaum
lefzen
wirft sich
donnernd
gegen fels
rauscht
bauscht sich
ich lausche
lausche
dem meer

Katharina Lanfranconi (*1948)

Mittwoch, Januar 06, 2010

im neuen jahr



Nun ist das Licht im Steigen,
Es geht ins neue Jahr.
Laß deinen Muth nicht neigen,
Es bleibt nicht, wie es war.
So schwer zu sein, ist eigen
Im Anfang immerdar,
Am Ende wird sich's zeigen,
Wozu das Ganze war.
Nicht zage gleich dem Feigen
Und klag' in der Gefahr!
Schwing auf zum Sonnenreigen
Dich schweigend wie der Aar!
Und wenn du kannst nicht schweigen,
So klage schön und klar!


Friedrich Rückert (1788-1866)