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Samstag, Februar 16, 2019

Schönheit


Die Episode ist schon etliche Jahre her, aber sie prägte mein späteres Leben und ist noch immer eine meiner  schönsten Erinnerungen.
Seb, David und ich studierten damals noch an der Hochschule für Architektur in X und waren auch oft außerhalb der Vorlesungen zusammen, spielten Badminton, gingen ins Kino oder hingen am Wochenende in einer der vielen Kneipen der Stadt ab. Bei einem dieser langen Abende wurde die Idee geboren zusammen für eine Woche nach Italien zu fahren. Der Sommer war grauenhaft und wir sehnten uns alle nach Strand und Meer. Meist werden solche Ideen einer Kneipennacht ja wieder vergessen, aber Seb buchte schon am nächsten Tag ein Hotel das wir uns leisten konnten.
Wir fuhren mit meinem kleinen Fiat 500, ich war der einzige der ein Auto besaß, eng aber gut gelaunt in den Süden. Der Preis für das Hotel hätte uns stutzig machen sollen, aber wir waren so froh etwas billiges bekommen zu haben, dass keiner von uns weiter darüber nachdachte und so war unser Erstaunen ziemlich groß dass man uns alle in ein Zimmer steckte. Eigentlich waren es nur drei Betten mit Wänden drumherum, kaum Platz sich zu bewegen. Egal, wir verstauten unsere Taschen in einer Ecke und gingen zum Strand der gleich in der Nähe lag. 
Herrlich die Sonne zu spüren, mit den Zehen im Sand zu wühlen, das Meer, frisch und einladend. Wir lachten viel, schlugen ins Wasser und spritzten uns nass. Die Haut fühlte sich toll an, leicht salzig und angespannt. Abends gingen wir in ein kleines Restaurant, aßen Pizza und tranken Rotwein. 
Ich glaube wir schliefen alle sofort ein als wir nachts wieder in unser enges Zimmer kamen. 

Ich erwachte von den Geräuschen die David beim Anziehen machte. Er summte ganz leise ein schmalziges italienisches Lied vor sich hin und dann kam ihm wohl die Idee. Er schlich an Sebs Bett. Ich beobachtete ihn dabei und er warf mir einen verschwörerischen Blick zu und zog im gleichen Augenblick die Decke weg. Und da lag Seb, schön wie ein junger Gott, und ich verliebte mich in dieser Sekunde in ihn, den ich vorher nur als Kumpel betrachtet hatte. David musste es genau wie mir ergangen sein, denn er verharrte in seiner Position, die Decke fest in den Händen und starrte auf Sebs makellosen Körper. Es war ganz still im Zimmer, Seb schlief fest, hatte sich nicht einmal bewegt.
Leise stand ich auf, ging zu David, legte meinen Arm um ihn und gemeinsam staunten wir über dieses neue Gefühl. Wir wagten es beide nicht diesen Moment zu zerstören, aber nach einer Weile sahen wir uns an, setzten uns zusammen an Sebs Bett und begannen ihn ganz sanft zu streicheln. Seine weiche Haut war morgenwarm und ganz entspannt. Allmählich spürte er wohl unsere Hände auf seinem Körper, bewegte sich hin und her und schlug schließlich die Augen auf. Er lächelte uns an und blieb genau so liegen wie vorher und wir fuhren fort ihn zu streicheln. Seine Brust, der flache Bauch, die Scham und endlich sein Glied, das von einer ganz eigenen Schönheit war. Bald hatte er eine Erektion, wie wir auch. Wir legten uns zu ihm und dann begann auch er unsere Körper zu erkunden.

In meiner Erinnerung kommt es mir so vor als wenn wir uns den ganzen Morgen und Vormittag immer nur gestreichelt und geküsst hätten bis wir uns ganz am Ende zum Höhepunkt brachten.

Wir sprachen nie wieder über diesen Morgen. Lachten nicht einmal dümmlich über diesen Moment der Liebe. Die Freundschaft wurde lockerer und endete dann irgendwann als wir unser Studium beendet hatten. Soweit ich weiß bin ich der einzige der auch später nur mit Männern zusammen war. So glücklich und unglücklich wie alle Menschen. 






Sonntag, Februar 10, 2019

Freitag, Februar 08, 2019

an innocent man


Das Hotel war schäbig und billig. So billig dass unsere Firma bereit war die Kosten zu übernehmen, aber nur wenn wir uns ein Doppelzimmer teilen würden. Das entschied es. Wir arbeiteten seit einigen Jahren in derselben Abteilung, hatten nie viele Worte miteinander gewechselt, waren uns aber so vertraut, dass wir einwilligten. Es war ja nur für drei Nächte und die meiste Zeit würden wir ohnehin auf der Messe verbringen. 
Der erste Tag verlief anstrengend. Es gab einige Meetings. Die Kunden waren anspruchsvoll. Es war nach acht als wir uns in einer kleinen Bar in der Nähe des Hotels noch einige Drinks genehmigten. Die meiste Zeit redeten wir über geschäftliches und als das Gespräch zu verstummen drohte gingen wir in unser Hotel zurück. Ich holte mir noch ein Bier aus dem Kühlschrank und setzte mich damit auf einen der hässlichen Stühle. Michael verschwand im Bad und ich konnte hören wie er ausdauernd pisste. Keine Ahnung warum mich das erregte. Passiert mir sonst nie, aber der Alkohol und die fremde Umgebung taten wohl ihr übriges. Ich trank gerade den letzten Schluck aus der Flasche als Michael wieder ins Zimmer kam. Nackt. Sein Schwanz stand wie eine Standarte von ihm ab. "Sorry, bin irgendwie geil, hoffe das stört dich nicht", er grinste, auch ihm war anzumerken dass er getrunken hatte. Ich schüttelte leicht den Kopf und begann ihn zu betrachten. Er war gut in Form, sehr männlich mit all den Haaren. "Was denkst du?" Wieder dieses Grinsen. "Ich denke, dass ich gern dieses Ding da anfassen würde.... Komm her." Hatte ich das wirklich gesagt? Michael machte sofort einen Schritt auf mich zu und ich setzte mich auf und umfasste seinen Schwanz mit meiner rechten Hand. "Wow, das tut gut! Schon mal gemacht?" - "Vor einem halben Leben. Im College. Hat mir damals nicht gefallen, aber der Typ war nicht halb so geil wie du." - "Dann probier mich aus. Ich bin schon seit Ewigkeiten geil auf dich. Hast du das nie gemerkt?" - "Nie" - "Auch nicht dass ich ständig neben dir am Pissbecken stehe und auf deinen Schwanz glotze?" - "Nie!"
Ich konnte mich tatsächlich nicht erinnern. Michael schien also schwul zu sein. Vielleicht hatte unser Gespräch in der Bar deshalb nie das Private berührt. Nun hatte er mich jedenfalls in der Falle und ich war ein williges Opfer. Nach Jahren der Abstinenz fühlte ich zum ersten Mal wieder etwas wie Geilheit und dass mich ein Mann geil machte. Egal.
Wir schliefen nicht in dieser Nacht. Ich lernte seinen ganzen Körper kennen und er befreite mich von aller Zurückhaltung die ich mir über die Jahre angewöhnt hatte. Die Laken waren völlig versaut als am Morgen die Sonne durch das Fenster schien. Wir bestellten Kaffee aufs Zimmer und beschlossen den Tag zu schwänzen und hier zu bleiben. Auch am Tag darauf blieben wir die ganze Zeit auf dem Messestand zusammen. Gingen zusammen pissen und sahen uns diesmal gegenseitig zu. 
Ich weiß nicht was sein wird wenn wir wieder nach Hause kommen. Wir sind beide frei und ungebunden. Machen wir was aus unserem Leben!

Samstag, Januar 26, 2019

roomservice

Der Tag war fürchterlich gelaufen. Eine endlose Abfolge von Besprechungen. Keine Fortschritte, mein Projekt kam nicht richtig voran. Am Nachmittag merkte ich wie meine Konzentration nachließ. Immer wieder ertappte ich mich dabei die wenigen attraktiven Anzugträger anzustarren und abzuschätzen was ich mit ihnen anstellen könnte. Es ergab sich nichts und da niemand Anstalten machte noch irgendwo den Abend ausklingen zu lassen ging ich auf mein Zimmer. Ich genieße es nackt zu sein, leicht verschwitzt vom Tag, dieser Geruch nach Mann, mein eigener, spezieller Duft. Ich durchsuchte die einschlägigen Seiten, aber die Männer auf Scruff waren langweilig oder zu weit entfernt. Ich sah mir ein paar Fotos an und wichste meinen Schwanz dabei, aber nur sanft und so weit, dass ich in die richtige Stimmung kam. Überraschung? Ja, das hatte ich schon lange nicht mehr probiert. Ich rief den Room-Service an und bestellte einen Whiskey. Dann genoss ich die Minuten der Spannung. Die Chancen waren gering, aber das machte das Spiel noch interessanter. Als es an der Tür klopfte blieb ich so liegen wie ich war. 
Bingo! Groß, blond, muskulös, jung. Ein Student vielleicht der sich etwas hinzuverdienen wollte. Erst starrte er ziemlich überrascht auf meinen Schwanz, fasste sich dann aber und stellte den Whiskey auf den Nachttisch. Ich hörte schon das "Kann ich sonst irgendwas für sie tun?", aber dieser Typ grinste nur, tippte den Zeigefinger in den Whiskey, kam auf mich zu und benetzte meine Eichel mit dem Whiskey. Dann setzte er sich auf die Bettkante, sah mich kurz an und beugte sich schließlich herunter und schluckte meinen Whiskey-Schwanz. Oh Gott, so gut hatte das schon lange keiner mehr gemacht. Ich entspannte mich völlig und überließ mich seiner Lust. Kurz bevor ich kam ließ er von mir ab und stand auf. "Wow, du bist gut" ich lächelte ihn an und er nickte:"ich weiß!" 
Es war ein Vergnügen ihm zuzusehen wie er sich auszog. Langsam und männlich. Kein Haar am Körper, Sixpack und eine breite Brust, kräftige Beine und ein Schwanz wie ein Gedicht. Dick und lang, beschnitten, mit einer großen, glänzenden Eichel. Noch nicht ganz ausgefahren, aber ziemlich hervorstehend. "Komm näher!" und er kam, so dass ich jetzt ihn verwöhnen konnte. Er roch und schmeckte sauber und frisch und ich stellte ihn mir unter der Dusche vor. "Mein Dienst ist zu ende, ich kann bei dir bleiben wenn du das willst." Was für eine Frage!

Freitag, Januar 18, 2019

Erwartung

Er hatte geduscht und dabei auch versucht die Nervosität abzustreifen. Die Idee mit Jon ein Zimmer zu teilen war ihm so verlockend erschienen. Jon, den er schon so lange Zeit bewunderte und begehrte. Jon, der jeden haben konnte, aber nicht jeden nahm. 
Gleich würde er das Zimmer betreten, noch ganz in Konzentration auf das Mandantengespräch das er in einem der Besprechungsräume geführt hatte. Will´s Termin war seit zwei Stunden vorbei und in diesen zwei Stunden hatte er sich vorbereitet. Der Anzug hing im Schrank, das Hemd ebenfalls, Slip und Strümpfe im Koffer. Unter der Dusche hatte er den Sack rasiert, immer wieder geprüft ob die Haut auch zart genug war. Seine Schamhaare bildeten einen dichten, dunklen Busch und auch in den Achseln wucherte dieser dichte Pelz. Würde er ihm gefallen? Soweit Will wusste, war Jon völlig unbehaart. Sein Glied sollte enorm sein. Vielleicht alles nur Gerüchte. Er klappte den Prospekt in dem er geblättert hatte zusammen, legte sich zurück und begann unentschlossen an seinem Schwanz zu spielen. Keine Erregung. So stand er wieder auf und ging im Zimmer auf und ab, schon mutlos weil die Zeit nicht verging. Er würde zu klein sein, sein Schwanz sowieso. Vielleicht war Jon zu einem anderen aufs Zimmer gegangen sein und ließ sich gerade in diesem Augenblick von einem Unbekannten verwöhnen.
Es klopfte. Will schrak zusammen. Hatte Jon den Schlüssel vergessen? Will fasste das Handtuch, hielt es sich vor die Scham und öffnete die Tür einen Spalt.....

Mittwoch, Januar 16, 2019

decision at dawn

 es war warm im Zimmer. Sie waren Kollegen und um das Budget nicht weiter zu belasten hatten sie sich dieses Doppelzimmer im Austin River Hotel geteilt. Beide fühlten sich unbehaglich. Zu eng, zu intim war es hier. Es gab keine gemeinsamen Themen, also war die zögerliche Unterhaltung schnell verstummt. Aber es lag etwas ungreifbares in der Luft. Blicke die sich auswichen, aber das Gefühl beobachtet zu werden. Heimlich sich abschätzend saßen sie auf dem hässlichen Sofa. Matt fühlte sich verschwitzt und dreckig, er fuhr sich mit der Hand über die Brust. Das Hemd war nass. Als er aufblickte bemerkte er Ryans Blick: "Man kann deine Nippel durchs Hemd sehen." "Ja, sorry, das war echt ein harter Tag. Ich glaub ich geh schnell unter die Dusche", Matt stand auf um ins Bad zu gehen. "Bleib hier!" "Was?" "Bleib hier, zieh dich hier aus." "Bist du schwul? Oder was soll das?" ....."Hey, antworte!". Matt wollte sich umdrehen und ins Bad gehen, war dieser Ryan verrückt geworden? Aus den Augenwinkeln sah Matt dass Ryan aufgestanden war und begann sich auszuziehen. Langsam, ihn ansehend. Mann, was war bloß los? Matt konnte sich nicht entschließen zu gehen und blieb stehen bis Ryan nackt vor ihm stand. "Jetzt bist du dran." Matt konnte den Blick nicht von diesem perfekten Körper abwenden. "Ich..." "Sag nichts, zieh dich aus. Ich bin nur dein schwuler Kollege der dich einfach geil findet und diese Gelegenheit nicht verpassen möchte. Ich weiß sicher, dass du auch auf Männer stehst, sonst wärst du schon lange weggegangen". Matt zögerte, aber die plötzliche Erektion die in seiner Hose pochte, hatte für ihn entschieden. Ryan half ihm schließlich beim Ausziehen, ertastete seinen Körper wie das noch niemand vorher gemacht hatte und endlich fielen sie beide auf das Sofa und liebten sich.

Sonntag, April 15, 2012

raum 103, irgendwo

rotwein. heroldrebe von der ich noch nie gehört hatte. davor silvaner. der kleine elektrogrill auf dem balkon im südteil der stadt. alte bekannte und unentdeckte gesichter. leichtes geplauder, musik von irgendwo. zigaretten draussen, immerhin noch ein weiterer raucher. vertrautheit und gelächter. mehr wein. ich hatte es nicht bemerkt, wie so oft über den punkt der selbstkontroller hinüber, nur noch das wohlige gefühl von freundschaft. die stadt war mir fremd. das taxi lotste mich zurück zum hotel in deer innenstadt. zimmer 103. schlüssel. der fahrstuhl.
raus aus den klamotten. schlaf. aufwachen. schlaf. aufwachen. wasser. der dröhnende schädel. schlaf. aufwachen. wasser. schließlich um halb sieben die helligkeit von draussen. mir ist schlecht. nicht zum kotzen schlecht, aber es reicht. ich setze mich gerade auf und versuche den schwindel zu vertreiben. ich rieche nach schweiß und rauch und alkohol. mein zeug liegt auf dem boden vorm bett. ich lege mich auf den bauch und versuche die übelkeit zu vertreiben. mein schwanz ist hammersteif, ich drücke ihn gegen das laken, kein verlangen. ich muss pissen und taumle unter die dusche.
 ganz heiß auf kopf und nacken während es aus mir herausläuft, die oberschenkel hinunter, auf die füße und gelb im abfluss verschwindend. der schädel hämmert. bei dem gedanken an toast und eier oder ähnliches zeug wird mir schlecht.

ich warte nicht mehr
auf das einzig wahre
vollendete supergedicht
das sich nach kurzer schwerer atempause
plötzlich aus diesem NICHTS aufdrängt
in dessen nähe sich kein anständiger schriftsteller wagt
hier gelten keine rethorischen regeln
in dieser kernlosen mitte
sind alle buchstaben nur pleonasmen
ich habe kein bißchen zeit übrig
um über den kudamm so zu flanieren
als ob jedes sommerloch ein ewiger selbstläufer sei
alle straßen mutieren zu laufstegen
von ihrer unsäglichen hohlheit unterspült
von jedem außerirdischen großkonzern unterwandert
die seelen an ihrem eigenen wahnsinn erstickt
sämtliche topmodells und manager unter schock
in die unerwartete leere starrend
mit letzter kraft einen neuen planeten
für die tödliche ernsthaftigkeit suchend
doch das universum schweigt schallend zurück
keine sternschnuppe macht werbung für markenartikel
pauschalreisen im quantenraumschiff
zerfetZEN das unpräparierte muskelfleisch
sogar präsidenten implodieren
das geistige vakuum macht keinen halt vor keiner zelle
der durchschlupf ins umgestülpte diesseits ist grausam
der spalt hin zur rückseite der dinge
eröffnet kein echtes dahinter ist
DAZWISCHEN IST DAZWISCHEN IST DAZWISCHEN
schauen wir bloß durch die materie
wie unendlich glitzerndes wasser
und zählen die sterne wie sandkörner der bodenlosen ZENtrifuge
händchen haltend
im liebesspiel unserer raumgekrümmten finger angekommen
dem kosmischen orkan trotzend
bevor irgendeine zivilisation unser bewußtsein vernebelt
jetzt darfst du mir Dein Gedicht vorlesen
damit ich das ganze noch besser verstehe
 tom de toys

es geht noch nicht. muss zurück ins bett, noch ein paar stunden taumelnd vergessen. dinge die ich nicht mehr weiss und die ich nicht wissen will. später wird es besser sein.



Freitag, Februar 24, 2012

Sonntag, Januar 09, 2011

Samstag, Januar 01, 2011

Sonntag, August 15, 2010

Sonntag, April 18, 2010

Samstag, Januar 30, 2010

die einsamkeit des alltags

 

  

  

  

  

  

  

  

  


Sonntag, Januar 17, 2010

der handlungsreisende


es waren diese stunden der leere im nirgendwo der wochentage.......


...ohne erwartungen, zwischen den welten, unentschlossen....


vielleicht !

Montag, Januar 11, 2010