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Mittwoch, Februar 13, 2019

le cancre


Il dit non avec la tête
Mais il dit oui avec le coeur
Il dit oui à ce qu'il aime
Il dit non au professeur
Il est debout
On le questionne
Et tous les problèmes sont posés
Soudain le fou rire le prend
Et il efface tout
Les chiffres et les mots
Les dates et les noms
Les phrases et les pièges
Et malgré les menaces du maître
Sous les huées des enfants prodiges
Avec les craies de toutes les couleurs
Sur le tableau noir du malheur
Il dessine le visage du bonheur

                   Jacques PREVERT

Freitag, Februar 01, 2019

Freitag, Januar 11, 2019

Freitag, März 16, 2012

grün

der Frühling ist ausgebrochen. 20,8° C Grad! Die Türen offen, die Sonne überall. Die Rosen beginnen zu spriessen. Meine Noten sind endlich gekommen. 9 Euro für zwei kopierte Seiten. Eigentlich eine Frechheit, aber ich bin froh, dass ich sie endlich habe. Oscar Strauß. Warum soll eine Frau keine Verhältnis haben.

kurz vor dem auftritt

von großer wichtigkeit

Das Lesben-Schwulen-Toiletten-Problem

08.03.2012 ·  Was tun, wenn eine Drag Queen nach der nächsten Toilette fragt? Der Vielfalts-Fragebogen in einer Ratgeberbroschüre soll den Zehntausenden freiwilligen Helfern der Olympischen Spiele in London den richtigen Weg weisen.
Von Gina Thomas
 
 In Vorbereitung auf die Olympischen Spiele muss auch die Toilettenfrage geklärt werden
Was ist zu tun, wenn jemand nach dem Weg zur Toilette fragt, das Geschlecht dieser Person jedoch schwer auszumachen ist und man in der Verlegenheit steht, nicht zu wissen, ob man die Person zu den Herren- oder Dameneinrichtungen schicken soll? Damit sich die siebzigtausend freiwilligen Helfer bei den Olympischen Spielen in London nicht zu lange den Kopf zerbrechen müssen über dieses und andere geschlechtsspezifische sowie potentiell alters-, rassen- oder glaubensdiskriminierende Dilemmata, haben die Organisatoren ein bemerkenswertes Handbuch erstellt.
Dieses Handbuch enthält einen belehrenden „Vielfalts- und Inklusivitäts“-Fragebogen, der allerdings eine Opfergruppe vergessen zu haben scheint: die Übergewichtigen, die sich gern über „Fatism“ beschweren, als sei es den anderen benachteiligenden „ismen“ wie Rassismus und Sexismus gleichzusetzen.


schwert, dass er neben einem händchenhaltenden Männerpaar sitze, und bittet, dass man interveniere, weil ihm unwohl dabei sei. Solle man dem Zuschauer sagen, er möge aufhören, sich wie ein „homophober Idiot“ zu benehmen? Oder das Paar höflich bitten, nicht mehr Händchen zu halten, damit alle sich wohl und willkommen fü
Bei besagter Toilettenfrage stehen dem Helfer folgende Optionen zur Wahl. Er kann: „a) in Panik geraten - Sie sind nicht qualifiziert, diese Entscheidung zu fällen. Sie erklären höflich, dass Sie es nicht wissen und bedauern, dass Sie nicht behilflich sein können; b) für alle Fälle erklären, wo die Herren-, Damen- und Behindertengerechten-Toiletten sind; c) den Zuschauer höflich fragen, ob er männlich oder weiblich ist, damit Sie ihm den Weg beschreiben können.“ Wie jeder durch das Diktat der politischen Korrektheit halbwegs sensibilisierte Mensch erraten dürfte, lautet die richtige Antwort „b“, wobei hervorzuheben ist, dass das Wort „behindert“ in der englischen Fassung vorsichtig gemieden wird. Die beschönigenden Empfindsamkeitslexika sprechen lediglich von „zugänglichen Einrichtungen“.
Zu den anderen Eventualfällen, für die die olympischen Helfer gedrillt werden, zählt der Zuschauer, der sich behlen? Oder soll man erklären, dass „bei London 2012 eine riesige Vielfalt von Menschen zugegen ist, die homosexuelle, lesbische und bisexuelle Paare umfasst“. Außerdem gibt das Frage-und-Antwort-Spiel Empfehlungen über die Rücksichtnahme auf ältere Kollegen sowie ähnlich selbstgefällige Hinweise über den Umgang mit Ethnizität und mit unsensiblen Bemerkungen über die muslimische Kopfbedeckung. Es ist zu hoffen, dass das schlaue Büchlein anderswo Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln für wirkliche Notfallsituationen verabreicht.


Als Antwort auf die Kritik an dem Fragebogen bekunden die Organisatoren von London 2012 ihre Entschlossenheit, die „inklusivsten Spiele aller Zeiten“ auf die Beine stellen zu wollen. Dass sie in ihrem Handbuch lauter Selbstverständlichkeiten predigen, bestätigt das Ergebnis. Mehr oder weniger 95 Prozent der Freiwilligen hätten die Fragen richtig beantwortet, gesteht ein Sprecher, doch sei es notwendig, sicherzustellen, „dass alle ins gleiche Horn blasen“.
In dieser Haltung spiegelt sich der alles über einen gleichmacherischen Kamm scherende Drang, die Gesellschaft am Gängelband zu führen und das Denken ganz wie in George Orwells Ozeanien durch die moralische und sprachliche Bevormundung zu beherrschen. Allein die Bezeichnung „Games Maker“ (Spielmacher) für die freiwilligen Helfer hat den euphemistischen Beigeschmack des Orwellschen Neusprech, die, wie der Schriftsteller in einem Nachwort zu seiner Satire „1984“ erläuterte, „zur Deckung der ideologischen Bedürfnisse“ des Staates erfunden wird - mit dem Ziel, dass sich ein von seinen Grundsätzen abweichender Gedanke nicht mehr denken lasse. Dieser Geist scheint auch über London 2012 zu schweben.
Quelle: F.A.Z.

Freitag, Februar 24, 2012

Freitag, Februar 10, 2012

männersache

.......was männer lieben....

Mittwoch, Februar 08, 2012

balls and bulges


nicht genug

nochn torwart
mit seinen riesenpranken tastete er
unter bedrohlichen klopfgeraeuschen
den sechzehner ab: als torwart muszt
du dir respekt verschaffen, ansonsten
vergisz es, war das erste kapitel seiner
autobiografie ueberschrieben – & auch
das letzte. als deutschlands besten
faustkaempfer nach max schmeling
bezeichneten ihn seine goenner, die
ihm ueber all die jahre immer wieder
brandneue baelle zukommen lieszen
sobald er die alten plattgemacht hatte
kein geringes stuermeraufkommen
hatte er ins krankenhaus verfrachtet
in dem sie ihm nach karriereende eine
gute stelle im aufwachraum anboten
stan lafleur (*1968)

locker-rooms in different colours

gedicht und bild

 ernst willimowski

gegensprechanlage: wer ist dort? das
kann nicht sein. seit jahren intressiert
sich fuer mich kein schwein. kommen
sie doch hoch, ich lasz sie rein. stand
dann in unterwaesche, feinripp, lang
zur begrueszung zwischen den pfosten
der wohnungstuer. zdf-hafenkonzert
lief. seine frau: wolln sie meinen kaffee
kosten? er zog dieweil die alten alben
vor: vier tore hab ich noch fuer polen
geschossen gegen brasilien. trotzdem
war nichts zu holen. leonidas, schonmal
gehoert, den namen? seine frau: ernst
zieh dir was an. der schenkte ebenfalls
allein unserm torwart, wer war das noch
vier ein. da machste das spiel deines
lebens & einer ist nochn tick besser. &
spaeter kennt dich keiner mehr. ja,
natuerlich, ist lang her, aber nicht mal
gerd mueller hat meine quote. heute
haett ich die auch nicht mehr. im krieg
hat sich vieles verboten & vieles von
selbst ergeben. wir koennen, glauben
sie mir, froh sein, dasz wir noch leben

(Stan Lafleur)