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Freitag, Februar 22, 2019
Freitag, Februar 15, 2019
Mittwoch, Februar 13, 2019
Mein bester Freund
Samuel war mein bester Freund, schon seit Kindheitstagen. Jetzt waren wir fast dreißig und lebten unsere eigenen Leben. Ich hatte mich ins Gewühl der Großstadt gestürzt, genoss die Möglichkeiten die sich dort boten, hatte einen hippen Job und einen ziemlichen Verbrauch an Männern. Mein Geschmack war breit gefächert und ich hatte in den letzten Jahren so einiges erlebt. Samuel war in dem Dorf geblieben in dem wir aufgewachsen waren, hatte eine Frau geheiratet, drei Kinder bekommen und verdiente sein Geld als Redakteur einer kleinen Zeitung. Gegensätzlicher hätten wir uns nicht entwickeln können und wenn ich richtig darüber nachdachte, gab es eigentlich nichts was wir gemeinsam hatten.
Fast nichts. Denn ich liebte diesen Mann der von einer unbeschreiblichen Unschuld war. Diese Unschuld verzauberte mich, seine Natürlichkeit, wenn er nackt vor mir unter der Gartendusche stand, nur konzentriert auf den Akt des Waschens. Niemals hatte es etwas zwischen uns gegeben und niemals hatte ich ihm von meinem Leben in der Stadt erzählt. Ich glaube er wäre entsetzt gewesen, hätte mich ungläubig angestarrt und er hätte sich von mir zurückgezogen. So blieb ich ein Besucher der von alten Zeiten redete, mit ihm die Fußballspiele im Fernseher verfolgte, mit den Kindern im Garten tobte oder seiner Frau von neuen Kinofilmen berichtete. Jedes Mal gab es nur kurze Augenblicke in denen wir allein waren und noch seltener Momente wie diesen. Die Sonne auf seinem Körper; sein Gesicht, das schöne dunkle Haar, der traumhafte Schwanz und der knackige Hintern. Ich wäre so gerne das Wasser gewesen das all diese Stellen berührte.
Ich begann zu weinen.
Samstag, Januar 26, 2019
Freitag, April 13, 2012
Samstag, März 31, 2012
Sonntag, März 18, 2012
Freitag, Februar 10, 2012
strahl und bogen
Lutz Steinbrück (*1972)Unterwegs:
Profil erschlichen im
gläsernen Karton: verblichene
Papier-Umrundungen, ein Auftreten so sicher
wie eine mögliche Umarmung
aus der Flüstertüte: ein allwissendes Amen
& daraufhin
den Reißwolf verschluckt in einer Low-Budget-
Produktion, das war früher, weit
vor dem Hundeglühen, vor den Handygüssen
und voreiligen Beschreibungen im Sekunden-
takt, vor dem Fenster, dort
tanzt die Sonne die Äste aus
dem Weg & der Regen fällt tief in ihre
Schatten, du atmest ein in diesem Karton
durch Luftlöcher, wenigstens das
& ein Rest von Gewerkschaft
schaut ab und zu vorbei
helping a friend
What do I do when my love is away.
(Does it worry you to be alone)
How do I feel by the end of the day
(Are you sad because you're on your own)
No, I get by with a little help from my friends,
Mmm, get high with a little help from my friends,
Mmm, gonna to try with a little help from my friends
(Does it worry you to be alone)
How do I feel by the end of the day
(Are you sad because you're on your own)
No, I get by with a little help from my friends,
Mmm, get high with a little help from my friends,
Mmm, gonna to try with a little help from my friends
Samstag, Februar 04, 2012
Samstag, Januar 28, 2012
Mittwoch, Januar 25, 2012
Freitag, Januar 20, 2012
Sonntag, Januar 08, 2012
glänzend
Was ist an Euch/ das Ihr Ewr eigen möget nennen?
Die Zähne sind durch Kunst in leeren Mund gebracht;
Euch hat der Schmincke dunst das Antlitz schöngemacht/
Daß Ihr tragt frembdes Haar/ kan leicht ein jederkennen/
Vnnd daß Ewr Wangen von gezwungner Rötebrennen/
Ist allen offenbahr/ deß Halses falsche Pracht/
Vnd die polirte Stirn wird billich außgelacht,
Wenn man die salben sich schawt vmb die Runtzelntrennen.
Wenn diß von aussen ist/ was mag wol in Euchsein/
Alß List vnd Trügerey/ Ich bild mir sicher ein/
Daß vnter einem Haupt/ das sich so falsch gezieret/
Auch ein falsch Hertze steh/ voll schnöderheucheley.
Sambt eim geschminckten Sin vnd Gleißnereydarbey/
Durch welche (wer Euch trawt) wird jammerlichverführet.
Die Zähne sind durch Kunst in leeren Mund gebracht;
Euch hat der Schmincke dunst das Antlitz schöngemacht/
Daß Ihr tragt frembdes Haar/ kan leicht ein jederkennen/
Vnnd daß Ewr Wangen von gezwungner Rötebrennen/
Ist allen offenbahr/ deß Halses falsche Pracht/
Vnd die polirte Stirn wird billich außgelacht,
Wenn man die salben sich schawt vmb die Runtzelntrennen.
Wenn diß von aussen ist/ was mag wol in Euchsein/
Alß List vnd Trügerey/ Ich bild mir sicher ein/
Daß vnter einem Haupt/ das sich so falsch gezieret/
Auch ein falsch Hertze steh/ voll schnöderheucheley.
Sambt eim geschminckten Sin vnd Gleißnereydarbey/
Durch welche (wer Euch trawt) wird jammerlichverführet.
Andreas Gryphius (1616-1664)
Donnerstag, Januar 05, 2012
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