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Freitag, März 23, 2012

Shame


Am Dienstag "Shame". Sehr intensiv. Ein fesselndes Kammerspiel mit wunderbaren Schauspielern. Michael Fassbender grandios. Wirkte eher wie ein Theaterstück. Erstaunlich freizügig. Ich wundere mich, dass das in den USA so freigegeben wurde. Die Fotos des nackten Fassbender die ich gefunden habe, sind alle nicht doll. Das muss man im Film sehen. Nicht Nacktheit um der Nacktheit willen.

Samstag, März 17, 2012

unser paradies

Vassili geht auf den Strich. Von seiner jugendlichen Schönheit ist wenig übrig geblieben und seine Freier lassen ihn das spüren. Gewaltsam wehrt er sich gegen die Entwürdigungen, doch hat er die Verachtung, mit der die Kunden ihn und seinen Körper ansehen, längst verinnerlicht. Dann, eines Nachts im Bois de Boulogne, entdeckt Vassili einen blutenden und misshandelten Jungen, der aus dem Nichts zu kommen scheint. Er nennt ihn Angelo, den Engel. Es ist von Anfang an eine leidenschaftliche Amour fou, die beide erfasst, ohne Zweifel und Misstrauen, ohne Kompromisse. Gemeinsam gehen sie auf den Strich, ermorden und berauben ihre Freier, fliehen schließlich aus Paris, um ihr Paradies zu suchen, wo sie mit allem aufhören und einen Neuanfang wagen können. Doch auch Anna, Vassilis Jugendfreundin, und ihr kleiner Sohn können die Katastrophe nicht abwenden, auf die Vassili und Angelo zusteuern …

Freitag, März 09, 2012

freitag

Meine Güte, die Zeit rast wie verrückt. Alterserscheinung. Der Kalender ist gespickt mit Terminen. Letzte Woche "The Artist" und "The Iron Lady" gesehen. The Artist war fantastisch und es ist erstaunlich wie anders man in das Geschehen gezogen wird. Die Musik ist grandios, die Schauspieler allesamt perfekt, die Illusion wunderbar. Die Eiserne Lady haben wir im Original gesehen. Wenn Merryl Streep zu reden beginnt, ist es fast ein Schock wie genau die Stimme trifft. Beim Film weiß ich es nicht so recht. Die eigenen Erinnerungen sind anders.





Hier ist der Frühling ausgebrochen. Die Sonne brennt vom Himmel. Letztes Wochenende stundenlang den Balkon restauriert. Vieles ist erfroren und noch ist alles kahl.

Freitag, Februar 24, 2012

ziemlich beste freunde

Wenn es einem richtig schlecht geht, dann sollte man diesen wunderbaren Film sehen! Den folgenden Artikel fand ich eben in der Sueddeutschen-Zeitung:

Lange wehrte sich der querschnittsgelähmte Franzose Philippe Pozzo di Borgo dagegen, dass seine außergewöhnliche Lebensgeschichte verfilmt wird. Inzwischen ist der Film "Ziemlich beste Freunde" Frankreichs zweitgrößter Kinoerfolg aller Zeiten. Von den Einnahmen profitieren auch zahlreiche Leidensgefährten des Autors.

Es ist der anrührende Epilog eines unerwartet großen und überhaupt nicht rührseligen Kinofilms. Und es ist der Genialität des querschnittgelähmten Aristokraten Philippe Pozzo di Borgo zu verdanken, dass es zu dieser bewegenden Geschichte kommen konnte. Lange hatte er gezögert, die Filmrechte für das Buch über seine erschütternde Lebensgeschichte abzutreten.
Bild vergrößern Über 24 Millionen Menschen haben "Ziemlich beste Freunde" in Frankreich und Deutschland schon gesehen. 
Schon 2001 war seine Autobiographie "Le second souffle" (Der zweite Atem) auf Französisch erschienen. Sofort erhielt der Adelige daraufhin etliche Anfragen, den ergreifenden Stoff verfilmen zu dürfen. Doch Pozzo di Borgo wimmelte ab. Erst 2010 willigte der Franzose schließlich ein, unter der Bedingung, dass fünf Prozent des Gewinns an den Förderverein für Schwerstbehinderte Simon de Cyrène fließen.
Jetzt sprudelt das Geld geradezu. Mehr als 19 Millionen Menschen haben die Komödie "Intouchables" allein in Frankreich gesehen, fünf Millionen bislang in Deutschland, wo der Film "Ziemlich beste Freunde" heißt. Er erzählt die Geschichte eines gelähmten reichen Mannes und eines entlassenen Strafgefangenen, der ihn pflegt.
Der Film avancierte für die Hauptdarsteller und Regisseure völlig überraschend über die Grenzen hinweg zum zweitgrößten Kinoerfolg des Landes überhaupt, hinter "Willkommen bei den Sch'tis". Obendrein ist er einer der rentabelsten Filme in der französischen Leinwandgeschichte. Die Produktionskosten waren im Vergleich zu manchen amerikanischen Filmen geradezu lachhaft gering. Sie sind längst eingespielt.
Jeder neue Kinogänger und DVD-Käufer tut nun Gutes - für den Förderverein und für Pozzo di Borgos Leidensgefährten. Denn der Verein Simon de Cyrène wird mit den Einnahmen - derzeit fast eine Million Euro - mehrere Einrichtungen bauen, die den Geist des Films wachhalten. In Rungis, südlich von Paris, entsteht eine moderne Anlage nach den neusten Standards: drei holzvertäfelte Flachbauten mit großen lichtdurchfluteten Gemeinschaftsräumen mitten im Grünen. Im Westen Frankreichs, in Angers, lässt der Förderverein zwei weitere Häuser bauen. Ihre Besonderheit: Hier leben Querschnittsgelähmte und ihre Betreuer Seite an Seite unter einem Dach, Tag und Nacht. In guten wie in schlechten Zeiten.
Es soll so sein wie im Film, oder besser gesagt: wie im echten Leben des Philippe Pozzo di Borgo. Der Erbe zweier Adelsgeschlechter, der Herzöge Pozzo di Borgo und der Marquis von Vogüé, war der Patron des berühmten Champagner-Hauses Pommery, als er 1993 im Alter von 42 Jahren mit dem Gleitschirm abstürzte. Das Rückenmark wurde weit oben zwischen den Wirbeln C3 und C4 durchtrennt. Entsprechend schlimm war die Lähmung. Das Paragliding war für ihn ein Mittel, der Schwerkraft zu entfliehen und dem Krebs, an dem seine Frau litt und dem sie drei Jahre später erlag.
Als Betreuer heuerte er einen Trampel aus der Banlieue an, wie er in seinem Buch schreibt, so hoch wie breit. Er hatte sich nur beworben, um weiter Arbeitslosengeld zu kassieren. Das Stadtpalais, in dem Pozzo di Borgo im vornehmen siebten Pariser Arrondissement residierte, sah er als Tresor an, den es zu knacken galt. Schließlich blieb er zehn Jahre.
Natürlich reicht das Geld nicht aus für all die jährlich etwa 10 000 querschnittsgelähmten Unfallopfer in Frankreich. Viele von ihnen warten lange stationär in Krankenhäusern auf behindertengerechte Unterkünfte. Aber eine schöne Geschichte ist der unerwartete Nachspann zum Film trotzdem.

Sonntag, Januar 09, 2011

das geheul

ein lohnender Film aus einer Zeit mit der ich mich nie beschäftigt habe, die Namen kennt man, aber viel mehr auch nicht. Drei Ebenen; die Gerichtsverhandlung, Animationen und Interview mit Ginsberg inclusive Rückblenden. Perfekt gemacht. Das Gedicht wird rezitiert beleuchtet, interpretiert. Der seltsame Geist dieser Zeit.
Danach mit Andreas und Holger zemlich versackt....

Samstag, Januar 08, 2011

Samstag

Beim Frühstück von Andreas und Holger geweckt. Wollen später mit uns ins Kino: Howl, die Verfilmung eines Gedichts von Allen Ginsberg. Muss es mir gleich erstmal durchlesen und Kritiken zu dem Film ansehen, aber die Sonne scheint so herrlich, ich gehe jetzt erst einmal raus auf den Balkon....
Ach ja, gestern abend: Immer Drama um Tamara von Stephen Frears im Atelier am Bollwerk. Herrlich!

Samstag, September 04, 2010

die woche

irgendetwas läuft hier schief. Habe jetzt seit Tagen den blog nicht mehr öffnen können. Normalerweise gehe ich über den firefox rein und nach zahllosen Versuchen habe ich es nun mal über den explorer versucht und siehe da, es geht! So ein Mist....
Die vergangene Wochewar vollgepackt mit Arbeit und anderen Terminen. Am Dienstag waren wir im Kino und haben "Das Konzert" gesehen. Ein wunderbarer Film, mussten beide heulen weil es so schön war!! Außer Miou-Miou kannte ich die Schauspieler alles nicht, aber gerade die waren hervorragend.... Mittwoch mit Thomas im Fischlabor getroffen, unsere Lieblingskneipe. Donnerstag anstrengende Probe. "Wortlos" ist nur mühevoll zu lernen, danach das Solo-Stück "Ich kann mir nicht helfen, ich finde mich schön". Das ist nicht schwer, aber wirkungsvoll. Gestern abend dann Sonderprobe Bass II. Wir waren eigentlich ziemlich gut. Viele Einzelpunkte und Betonungen, die man nun zuhause besser nachbereiten kann. Andreas war zur gleichen Zeit zur Stuttgart21-Demonstration. Das war wohl die bisher größte und die Schätzung von 65.000 Demonstranten war wohl noch etwas untertrieben! Danach im Weindorf schlechten Silvaner getrunken und im Ruben´s auf diverse Freunde getroffen. So wurde es dann viel später als wir eigentlich wollten. Jetzt übt Andreas wieder das Adagio von Barber und ich lerne Texte. So soll ein Wochenende sein!

Samstag, August 28, 2010

inception

Letzten Dienstag sahen wir "Inception" im Kino. Fast drei Stunden Spannung. Thema ist das Eindringen in die Träume und das Unterbewusstsein anderer Menschen, aufgehängt an einem Industriespionage-Fall. Die Bilder sind grandios, die Musik passend und die Schauspieler hervorragend. Leonardi di Caprio spielt ja wohl immer gern diese dramatischen Charaktere. Kann mich an keine komische Rolle erinnern.
 Eigentlich nicht die Art von Film die wir sehen, aber wenn alles so stimmig ist und man auch die abstrusesten Erfindungen glaubt, dann hat der Film gewonnen. Bei Shutter-Island war das total misslungen. Lecker war Tom Hardy, keine Ahnung wo der schon mitgespielt hat...

Mittwoch, August 18, 2010

männer al dente


Gestern abend im Bollwerk gesehen. Ein herrlich komischer und warmherziger Film!

Mittwoch, April 28, 2010

groß- und auch Kleinschreibung

genau so sieht der himmel hier gerade aus. es ist warm, sehr warm und ich habe die kurzen hosen angezogen. der bürotag war anstrengend und ich sollte lieber meine texte lernen als hier dumme geschichten zu erzählen und entlos zu posten, aber diese kombination aus fahlem hellblau und gelblichem beige ist so schöbn und ich habe davon überraschend viele bilder auf lager.
gestern waren wir mit andreas und holger im kino und haben "Die junge Victoria" (Young Victoria) gesehen. Schön gemacht und, soweit ich das beurteilen kann, ohne Fehler. Ein paar schöne Männer, aber die Geschichte ist eben einfach nicht so aufregend wie die von Elisabeth I oder Heinrich VIII. Ich kann nicht ganz sehen, warum dieser Film überhaupt gemacht wurde. Schön war die Krönungsszene, die mich an Händels Musik zur Krönung von George II erinnert. Die CD mit der Rekonstruktion der gesamten Krönungsfeier habe ich grade erst wieder gehört. My heart is inditing und so...

Montag, April 12, 2010

a single man

Wenn ein Regiedebüt von einem Modedesigner stammt, der das Haus Gucci revolutionierte, dann kann man davon ausgehen, dass der Film schön anzusehen ist. Tom Fords Adaption von Christopher Isherwoods 1964 entstandenem Roman Der Einzelgänger ist aber nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein schöner Film. Und zunächst einmal ganz Rhythmus und Eleganz. Im Gleichmaß dahin fließende Bilder führen uns ins Kalifornien der sechziger Jahre, in einen geschmackvollen Bungalow, in einen einzigen Tag im Leben des Literaturprofessors George Falconer (Colin Firth). Warme Holztöne, die durch große Glasfenster fallende Morgensonne, die schwarze Kunststoffbrille auf dem Nachttisch, die perfekt aufgereihten Hemden im Schrank – in farbtief glänzenden Zelluloid-Bildern, für die Ford eine alte Kodak-Kamera verwendete, entsteht vor unseren Augen die Existenz eines Ästheten. Wenn Falconer am Morgen im Hemd und mit Schlips auf der Toilette sitzt, ein Buch in den Händen, dann wird klar, wie sehr Kunst und Stilempfinden Alltag im Leben dieses Mannes sind.
Doch die Perfektion verdeckt den Riss: Vor acht Monaten verlor Falconer seinen Lebensgefährten Jim bei einem Autounfall und kann den Verlust nicht überwinden. Seitdem lebt er wie ein Geist in seinem eigenen Leben. Ein Geist, der die eigene Trauer morgens sarkastisch vor dem Spiegel kommentiert und in der Küche einsam seinen Tee trinkt. Am Telefon meldet sich eine andere Art der Einsamkeit: Falconers beste Freundin Charley, die den Tag ein paar Häuser weiter im Bett mit einem Gin-Cocktail beginnt. Zwischen Flokati-Teppichen und Orchideen verleiht ihr Julianne Moore eine glamouröse Mischung aus Zerbrechlichkeit und Lebensgier.
Doch das Klischee des Schwulen mit Geschmack und bester Freundin, das gediegene Ambiente und die elegischen Musikeinsätze, all dies wirkt wie ein eleganter Überwurf und Schutz für den Helden. Darunter tritt umso deutlicher die Trauer hervor. Wenn sich Falconer am Buchenregal stößt und den Kopf an das Möbelstück lehnt, dann schießt alles zusammen: Seine Verlorenheit, die Sehnsucht nach dem Gefährten und die Erinnerung an den Moment, als dieser ihn begeistert zum Kauf des gemeinsamen Hauses verführte.
In proustscher Manier treten aus Falconers Bewusstseinsstrom immer wieder Szenen hervor, in denen ein gegenwärtiger Augenblick an einen vergangenen erinnert: Ein zufällig bei einem Bankbesuch auftauchendes Nachbarsmädchen wird zum Wiedergänger eigener Kindheitsgefühle. Das Klingeln des Telefons bringt den Moment der Todesnachricht zurück. Der kurze Flirt mit einem James-Dean-haften spanischen Einwanderer leitet über in die Erinnerung an die erste Begegnung mit dem Geliebten. Sie mündet in einer wunderschönen Szene häuslicher Intimität. Zwei Männer, die, Fuß an Fuß, abends lesend auf dem Sofa liegen und zärtlich debattieren, wer nun endlich aufsteht und die Schallplatte umdreht.

Die Begegnung mit einem attraktiven, offenbar zum Flirt entschlossenen Studenten lockt Falconer noch einmal aus der Reserve. Die Dialoge der beiden sind ein Pas de deux der Anspielungen, ein Abtasten, Ausloten, Annähern. So elegant wie er das Setting in Szene setzt, verankert Tom Ford das Begehren seines Helden in der Zeit vor dem sexuellen Aufbruch. Etwa wenn die beste Freundin den Trauernden fragt, ob er sich nie eine »richtige«, sprich: heterosexuelle Beziehung gewünscht habe. Oder wenn ein Cousin am Telefon die Nachricht von Jims Unfalltod übermittelt und dabei deutlich macht, dass bei der Beerdigung »nur die Familie« erwünscht sei. Oder auch wenn Falconer an der Universität eine improvisierte Rede über die verheerenden Folgen der Angst hält. Angst vor dem Kommunismus, vor Kuba, vor anderen Lebensweisen, vor unsichtbaren Minderheiten, vor Elvis Presleys Hüften.
Man muss sich anschauen, wie Colin Firth diesen Helden mit britischem Minimalismus spielt. Je unbewegter seine Züge, desto beredter werden seine Augen. Manchmal scheinen sie nur noch nach innen zu blicken und den Geliebten zu sehen. Wir werden Zeugen einer schauspielerischen Quadratur des Kreises: einer Anwesenheit, die eine fast physisch erfahrbare Abwesenheit verkörpert. Und so ist A Single Man bei aller Trauer eben doch auch und vor allem ein Film über die schmerzliche Schönheit der Liebe.

Eine Kritik aus der "Zeit". Ein grandioser Film. Unbedingt sehen. Colin Firth und Julianne Moore sind klasse!

Samstag, März 13, 2010

Sonnabend

Gestern wunderbar gegessen, einen schönen badischen Wein dazu und dann einfach vor den Fernseher gesetzt um die Woche entspannt ausklingen zu lassen. Haben das Finale für den Song-Contest gesehen und waren überrascht über die Ausstrahlung der Siegerin. erinnerte mich ein wenig an Björk. Aber Andreas wusste nicht wer Björk ist und niemand aus der Jury erwähnte es. Also habe ich es mir wohl eingebildet.
Eigentlich wollten wir dann ins Bett, erwischten aber beim rumzappen einen Film mit Julienne Moore und Dennis Quaid der uns zum weinen brachte. USA in den 50er Jahren. Mann ist schwul, Frau vertraut sich dem farbigen Gärtner an und die Konventionen töten das menschliche. Nüchterne Geschichte in knallig-düsteren Farben. Oh, hab eben schnell noch nachgesehen, der Film heißt "Far from Heaven", war für einige Oscars nominiert und lehnt sich an die Tradition der Filme von Douglas Sirk an.
Heute früh in der Stadt. Geschenk für Stephan besorgen. Dabei dreißig Tulpen ergattert, bunt gemischt. ....und einen neuen Erdbeerbaum. Da konnte ich nicht dran vorbei.

Mittwoch, März 10, 2010

Shutter Island


Wunderschöne Farben, herrlicher Aufbau, kluge Musik und brilliante Darsteller, aber leider eine irgendwie nicht befriedigende Geschichte. Wir waren gestern etwas ratlos als wir aus dem Kino kamen. Irgendetwas passte nicht und ließ einen kalt. An den Bildern konnte ich mich aber gar nicht satt sehen, das war große Kunst!

Mittwoch, Februar 03, 2010

cinema

Gestern mit Andreas und Holger im Cinemaxx. Sherlock Holmes war viel besser als ich es in den Kritiken gelesen hatte. Beste Unterhaltung mit witzigen Dialogen, guten Regieeinfällen und vor allem guten Darstellern. Jude Law ist ja sowieso klasse, aber Robert Downey war unschlagbar gut. Dazu die Filmmusik von Hans Zimmer. alles stimmig und wenn es einen zweiten Teil geben wird, dann werden wir den auch sehen.


Ansonsten hat sich die vorhergesagte Schneekatastrophe als Dauerregen entpuppt. Alles ist grau und dreckig. Zum Wochenende solls noch etwas wärmer werden, aber für einen Vorfrühlingsspaziergang wird es nicht reichen.

Mittwoch, Januar 27, 2010

eis in hamburg


ein bild vom letzten alster-eisvergnügen 1996. ganz hamburg wartet darauf, dass es auch 2010 wieder buden auf der alster geben wird. habe eben telefoniert., aber das eis scheint noch immer nicht dick genug zu sein.
hier in stuttgart ist es zwar kälter geworden, aber es liegt kein schnee mehr und es ist einfach nur ungemütlich.
gestern haben wir Avatar im kino gesehen. es war schon sehr beeindruckend, aber so richtig bewegt hat uns der film nicht und die augen brannten munter nach der ersten halben stunde. die effekte sind schon großartig, besonders die herumfliegenden tiere und samen, aber die baller-szenen sind nichts für mich und das etwas einfallslose gut-böse-schema ist so typisch hollywood. immerhin, wir waren dabei und nächste woche gehts zu sherlock-holmes.....

Freitag, Januar 22, 2010

Soul Kitchen


Fatih Akins Erfolgsstory geht weiter, seine Herz erwärmende Komödie im Hamburger Multikulti-Viertel und absoluter Lido-Liebling erhielt den Spezialpreis der Jury in Venedig.

Es gehört schon etwas dazu, ein internationales Projekt sausen zu lassen, um sein eigenes durchzuziehen, seinen Film nicht in Cannes zu zeigen, weil er noch nicht optimal war. Fatih Akin riskierte einiges und wurde in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury für "Soul Kitchen" belohnt, einer zärtlichen Liebeserklärung an seine Heimatstadt und das Arbeiterviertel Wilhelmsburg, wo der langhaarige Deutschgrieche Zinos Kazantsakis in seinem Restaurant neben von Unkraut überwachsenen Schienen die Stammgäste mit Pommes und Majo, paniertem Schnitzel und Fischstäbchen versorgt.

Bald geht alles drunter und drüber, der neue, ambitionierte Koch, der schon mal Aphrodisiaka ins Dessert mischt, verscheucht die alte Kundschaft. Eine betuchte Klientel erobert die Kult-Kneipe. Die Freundin in Shanghai zickt. Finanzamtkontrolleure und Immobilienhaie nerven. Und sein Bruder will als Knast-Freigänger einen Arbeitsvertrag, ohne einen Finger krümmen zu müssen. Gipfel des Grauens ist ein Bandscheibenvorfall, der den Geschundenen plagt. Nur der türkische Physiotherapeut Knochenbrecher kann im letzteren Fall noch helfen.

Vorbild für das Film-Gasthaus war übrigens Hauptdarsteller Adam Bousdoukos' eigene Taverne in Ottensen. Nicht immer kämpfen die Protagonisten mit feinstem Dialogflorett, es darf auch schon mal deftig werden in diesem "schmutzigen Heimatfilm" ohne elitäre Hanseaten. Amüsierte sich Münchens Schickeria einst im "Rossini", lässt es sich die Hamburger Szene im "Soul Kitchen" gut gehen, ein Mikrokosmos von Multi-Kulti, gescheiterten Existenzen, Überlebenskämpfern des Alltags und Romantikern, die ihrer Sehnsucht nachhängen. Da wird gerockt, "La Paloma" geschmettert und Sirtaki getanzt.

Bewusst wählte Akin als Drehorte von Gentrifizierung bedrohte Stadtviertel, Biotope mit unfertigem Charme, die man unter Artenschutz stellen müsste, weil es sie bald nicht mehr gibt. Er zeigt auch die schönen und touristischen Seiten der Hanse-Metropole mit Speicherstadt, Elbe und Alster im besten Licht von Kameramann Rainer Klausmann. Mit dabei die Filmfamilien-Mitglieder "Kneipenwirt" Adam Bousdoukos ("Kurz und schmerzlos"), "Knast-Bruder" Moritz Bleibtreu ("Im Juli", "Solino"), "Sternekoch" Birol Ünel ("Gegen die Wand") und Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle als Familienpatriarchin. Der Soundtrack, zu dem die Schauspieler sich ihren Lieblings-Soul-Sound aussuchen konnten, verstärkt die intime Atmosphäre und reißt mit. Und wenn Hans Albers vom "Letzten Hemd" singt, das keine Taschen hat und auffordert, den kleinen Rest des Lebens "zu vernaschen", der Schnee beim Dinner for Two am Heiligabend rieselt, dann ist Fatih Akin mit seinem leicht bekömmlichen und überaus komischen Feelgood-Movie ohne überflüssigen Edelschnickschnack ganz, ganz nah an Genuss und (Heimat-)Gefühl. Futter für die Seele.


Donnerstag, Dezember 31, 2009

gestern gesehen . ensemble c´est tout

da haben wir doch gestern zusammen auf dem sofa gesessen und vor glück geweint:

Ensemble c'est tout est un film qui fait réfléchir sur le sens de la vie, la priorité dans l'existence: la recherche du bonheur le plus simplement possible. Ce film raconte comment des personnes totalement opposées finissent pas s'entendre. Ce film nous fait dire aussi que les ami(e)s sont très important. Qu'ils servent à nous faire évoluer. Comme dit la publicité: Les ami(e)s sont les frères et soeurs que l'ont choisis. Claude Berri a signé un très grand film plein d'humanisme et de simplicité.



Philibert Marquet de La Durbellière, ein Nachkomme einer Adelsfamilie, ist ein depressiver, stotternder Postkartenverkäufer. Seinen Alltag verbringt er in Paris in einer großen, altertümlich eingerichteten Wohnung, die seiner verstorbenen Großmutter gehörte und die er vorübergehend bewohnen darf. Zwischen antiken Möbeln, Leuchtern und Gemälden hat er seine Räume so eingerichtet, dass er möglichst wenig Kontakt mit der Außenwelt pflegen muss. Für Abwechslung in Philiberts langweiliger Eigenwelt sorgt sein Untermieter Franck, ein begeisterter Motorradfahrer und Koch. Der rüpelhafte Franck erkennt sein eigenes, von der Einsamkeit geprägtes Leben anfangs nicht. Kaum endet sein Arbeitstag in der Großküche, vertreibt er seine Freizeit mit oberflächlichen Frauengeschichten oder fährt Motorrad. Die einzige Person, zu der Franck regelmäßigen Kontakt hat, ist seine Großmutter Paulette, die nach einem Unfall im Krankenhaus ist. Eines Tages tritt die junge magersüchtige Camille Fauque, die abends in Büros als Putzfrau arbeitet und in ihrer Freizeit malt, unfreiwillig in den ungewöhnlichen Alltag der Männer-WG.
Philibert nimmt Camille bei sich auf, als sie an Grippe erkrankt ist und kümmert sich um sie. Während sie wieder zu Kräften kommt und dabei noch ein paar Kilo zulegt, wirbelt sie das Leben der Männer durcheinander und hat auch gleich ein paar handfeste Auseinandersetzungen mit Franck. Während die sich jedoch immer besser verstehen, zieht Francks Großmutter in die WG ein – auf Camilles Drängen hin, die sich aufopfernd um die freundliche ältere Frau kümmert. Camille und Franck schlafen miteinander, Franck verliebt sich in sie. Paulette zieht mit Camille wieder in ihr eigenes Haus und stirbt dort. Philibert lernt sein Stottern zu unterdrücken, wird Komödiant, heiratet und zieht aus. Franck will nach England zum Arbeiten, bleibt dann allerdings wegen Camille doch in Frankreich und macht sich selbstständig.

Mittwoch, März 04, 2009

Der Vorleser

Sehr traurig. Sehr bewegend. Sehr eindrucksvoll. Wir waren noch eine ganze Weile von diesem Film gefesselt und während der Vorführung liefen die Tränen von ganz allein. Alles stimmte. Alle Schauspieler wunderbar und dieses Thema von Schuld und Vergebung kann man nicht besser umsetzen.
Waren im Gloria, dem größten Kinosaal hier in Stuttgart. Ausverkauft und wegen der großen Nachfrage noch eine Extra-Vorstellung in einem anderen Saal. Schon erstaunlich bei diesem Thema.

Freitag, Oktober 10, 2008

kino



Andreas übt unten an der Holberg-Suite. Es klingt fantastisch! Ich hab hier noch zwei Filmplakate aus den letzten zwei Wochen - und keine Energie groß darüber zu schreiben. Beide Filme sind klasse, wobei bei dem Baader-Meinhof-Film viele Jugenderinnerungen hoch gekommen sind. An den Anfang (Anti-Schah-Demo) habe ich keine Erinnerung, aber die späteren Ereignisse laufen parallel zu meiner Schulzeit und dem erwachsen werden. Komisch dass einen solch dramatische Ereignisse damals kaum berührt haben.

Burn after Reading ist einfach klasse gemacht. Das ganze Kino tobte vor Lachen, besonders Brad Pitt war gut, obwohl ich den eigentlich gar nicht mag.

So. Wäsche ist erledigt, gestaubsaugt hab ich auch. Morgen kommen Martin und Stefan. Andreas wird Maultaschen machen und bei dem herrlichen Wetter werden wir den beiden Stuttgart zeigen.


Dienstag, August 12, 2008

und noch ein film....


....den man unbedingt gesehen haben muss! Andreas und ich kamen ganz erfüllt und verzaubert aus dem kino, obwohl doch nur vom alltag erzählt wird.....